Manuelle Lymphdrainage

Manuelle Lymphdrainage (MLD) nach Dr. Vodder

 

Das Lymphgefäßsystem durchzieht unseren gesamten Körper. Es hat die Aufgabe, Gewebeflüssigkeit und vor allem großmolekulare Stoffe wie Eiweiße und Stoffwechselprodukte aufzunehmen und wieder dem Venensystem zuzuführen.

Durch Verletzungen und Operationen werden Lymphgefäße verletzt oder sogar durchtrennt wodurch sie nicht mehr (voll) leistungsfähig sind.

Weiters wird ihre Funktion durch Schmerz- und Entzündungsstoffe im Gewebe gehemmt bzw. verlangsamt. Dadurch kommt es zu Schwellungen. Verbleibt die Schwellung längere Zeit im Gewebe, bilden sich zwischen den Eiweißmolekülen Verbindungen - das Gewebe verhärtet sich. Dies nennt man Fibrosierung.

 

Durch die sanften Griffe der MLD werden die Lymphgefäße aktiviert, wieder (mehr) zu arbeiten. Es handelt sich um rhythmisch-kreisende Bewegungen, die der Therapeut auf der Haut setzt. Die so verursachten „Dehnreize“ regen das Lymphgefäßsystem zu vermehrter Arbeit an.

Die Stoffwechselaktivität im Gewebe wird erhöht - Schmerz und Entzündungsstoffe werden schneller abtransportiert.

 

Eine besondere Behandlung erfordert es, wenn aufgrund einer Tumorerkrankung Lymphknoten entfernt werden mussten und eventuell auch noch zusätzliche Bestrahlungen notwendig waren.

Hier wird in der Behandlung dem Körper „gezeigt“, wie er über Wasserscheiden im Körper die Lymphflüssigkeit umleiten kann.

 

Indikationen

                   Schwellungen nach Verletzungen oder Operationen

                   Schmerz- und Entzündungsvorgänge die nicht (!) durch Erreger ausgelöst sind

                   nach Tumorerkrankungen und/oder Bestrahlungen